Montag, 16. April 2007

Israel: Holocaust-Gedenktag

Holocaust-Gedenktag:

Erinnern an Ermordete in Israel und Auschwitz

Israel hat am nationalen Holocaust-Gedenktag der von den Nationalsozialisten ermordeten sechs Millionen Juden gedacht. Landesweit hielten um 10 Uhr Ortszeit die Menschen für zwei Gedenkminuten inne. Im israelischen Parlament verlasen Abgeordnete die Namen von Opfern des Völkermordes.

Bei der Eröffnungszeremonie zum Holocaust-Gedenktag in der Gedenkstätte Jad Vaschem in Jerusalem hatte der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert gestern vor denjenigen gewarnt, die keine Lehren aus dem Holocaust gezogen hätten. Der Jad-Vaschem-Mitarbeiter und frühere Justizminister Jossef Lapid warnte vor Untätigkeit angesichts neuen Völkermords wie in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur. "Wir brauchen einen Alarmschrei angesichts des Genozids, der sich in Darfur vollzieht", sagte er.

Außerdem warnte er vor dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. "Er ist überzeugt, dass in Israel immer noch sechs Millionen Juden zu viel sind", sagte Lapid.

"Marsch der Lebenden" in Auschwitz

In Polen nahmen 8000 Menschen aus Israel, den Vereinigten Staaten und mehreren europäischen Ländern am "Marsch der Lebenden" auf dem Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz teil. Der Marsch endete im früheren Unterlager Auschwitz-Birkenau, wo mehr als 1,1 Millionen Juden in den Gaskammern der Nazis ermordert wurden.

Quelle: Tagesschau

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