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Montag, 23. Juli 2007

Worch sagt Aufmärsche in Leipzig bis 2014 ab

Streitigkeiten in der rechtsextremen Bewegung:

Neonazi Worch sagt Aufmärsche in Leipzig bis 2014 ab

Nach Streitigkeiten in der rechtsextremen Bewegung sowie schwachen Teilnehmerzahlen bei den jüngsten Aufmärschen hat der Hamburger Neonazi Christian Worch die Anmeldungen für 15 Demonstrationen in Leipzig zurückgezogen. Worch hatte bis 2014 pro Jahr jeweils zwei Aufmärsche geplant, für die er jetzt die Anmeldungen wieder zurückgezogen hat, wie ein Sprecher der Stadtverwaltung bestätigte.

Leipzigs Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung, Andreas Müller, nannte den Rückzug Worchs "einen großen Erfolg des jahrelangen gemeinschaftlichen friedlichen Widerstands der Leipzigerinnen und Leipziger". Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal fügte hinzu, man dürfe sich jedoch nicht in Sicherheit wiegen und müsse damit rechnen, dass andere Neonazis jederzeit wieder Demonstrationen in Leipzig anmelden könnten.


Konflikte brechen auf

Bereits gestern hatte Worch auf seiner Internetseite den Rückzug unter anderem damit begründet, dass eine von ihm am Samstag in der sächsischen Stadt durchgeführte Demonstration boykottiert worden sei. Nach Angaben der Polizei waren dem Aufruf des Hamburgers lediglich 37 Rechtsextremisten gefolgt. Worch nannte Namen von sächsischen Neonazi-Kadern, die offen gegen seine Veranstaltung gearbeitet haben sollen. Auch in einschlägig bekannten Neonazi-Foren im Internet tragen Neonazis zurzeit ihre internen Machtkämpfe aus.

In der rechtsextremen Bewegung brechen immer wieder Konflikte aus zwischen alten Szene-Größen aus dem Westen, wie Worch beispielsweise, sowie jüngeren Neonazis aus den neuen Bundesländern. Auch zwischen der rechtsextremen NPD und den sogenannten "Autonomen Nationalisten" kam es zuletzt zu erheblichen Spannungen, beispielsweise bei einem Aufmarsch in Frankfurt am Main Anfang Juli.


17 Demonstrationen in sechs Jahren

Worch hatte erstmals 2001 zu einer Demonstration in Leipzig aufgerufen. Seither war er dort jeweils am 1. Mai und 3. Oktober aufmarschiert. Die Zahl der Teilnehmer an seinen Demonstrationen schwankte dabei zwischen einigen hundert bis zu etwas mehr als 2000 Rechtsextremisten. Den insgesamt 17 Aufmärschen stellten sich stets bis zu mehrere tausend Gegendemonstranten entgegen, die die Märsche der Extremisten häufig zum Stillstand und Abbruch brachten. Immer wieder kam es aber auch zu zum Teil schweren Ausschreitungen, bei denen nach Angaben der Stadt ein Gesamtsachschaden von rund einer Million Euro entstand.

Quelle: Tagesschau

Samstag, 14. April 2007

Florentine Rost van Tonningen ist tot!

Die „Grand Dame“ der Europäischen Bewegung starb im belgischen Exil

Sie war eine persönliche Bekannte von Heinrich Himmler, der Reichsführer-SS war sogar ihr Trauzeuge. Sie war bekennende Nationalsozialistin seit Jugendjahren und ist ihren Überzeugungen stets treu geblieben. Sie verfügte über weltweite Kontakte, eine besondere Verbundenheit bestand aber zum Nationalen Widerstand in Deutschland und zu einer ganzen Reihe seiner führenden Vertreter. Ich bin stolz, zu ihrem Bekanntenkreis gehört zu haben.

Geboren wurde Florentine Heubel, spätere Rost van Tonningen, am 14.11.1914, sie starb nach einem bewegten politischen Leben vor wenigen Tagen am 24.03.2007.

Bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts schloß sich die von ihren Freunden „Flori“ gennannte Aktivistin den niederländischen Nationalsozialisten an (NSB). Am 21.12.1940 heiratete sie im Beisein des Reichsführers-SS den Präsidenten der niederländischen Nationalbank Meinoud Rost van Tonningen. Dieser arbeitete in seiner Funktion als holländischer Finanzminister eng mit den deutschen Behörden und hier besonders mit dem Reichskommissar für die besetzten Niederlande, Dr. Arthur Seyß-Inquart, zusammen.

Diese später als Kollaboration bezeichnete Zusammenarbeit führte zur Verhaftung beider Eheleute und Florentine wurde zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt. Ihr Gatte kam in der Haft um´s Leben und Florentine Rost van Tonningen war zeitlebens nicht nur davon überzeugt, daß er ermordet wurde, sondern auch, daß der deutschstämmige, dennoch aber gegen Deutschland kämpfende Hochgradfreimaurer Prinz Bernhard der Niederlanden (aus dem deutschen Adelsgeschlecht von Lippe-Biesterfeld) in die Mordtat verwickelt war.

86-jährig emigrierte Florentine Rost van Tonningen im Jahre 2000 nach Belgien, nachdem Gutmenschen aller Coleur ihr den Aufenthalt in ihrer Heimat immer schwerer machten, die Behörden taten durch dauernde Hausdurchsuchungen bei der alten Dame ein übriges. Florentine Rost van Tonningen, die mit der späteren holländischen Königin Juliana ebenso persönlich befreundet war, wie mit Léon Degrelle, dem höchtsdekoriertesten Ausländer der deutschen Streitkräfte im II. Weltkrieg, leitete bis zu ihren Tod das „Consortium de Levensboom“, das auch eine kleine Streitschrift herausgab, welche durch Florentine persönlich gestaltet wurde. „De Levensboom“ wurde zum Symbol für ihre unermüdliche politische Arbeit.

Das Europa der Vaterländer verliert mit ihrem Tod eine nimmermüde Aktivistin, viele Führungskameraden des Nationalen Widerstandes trauern um sie.

29.03.2007 | Thomas Brehl